Kriegsmarine in der Adria 1941-45 (Marine-Arsenal Band 40)



Kriegsmarine in der Adria 1941-45 (Marine-Arsenal Band 40)
Marine-Arsenal Band 40
Eines der ältesten Beuteschiffe an der Adria war ein ehema­liger deutscher Kleiner Kreuzer, welcher zwischenzeitlich als Schulschiff der königlich jugoslawischen Marine diente.
Beim Zerfall der Donaumonarchie wurde Ende Oktober 1918 die ganze k.u.k. Flotte vorübergehend dem 'Staat der Slo­wenen, Kroaten und Serben'1 überlassen. Obwohl Serbien ein Verbündeter der Entente war, durfte das später entstan­dene 'Königreich SHS' (ab 1929 Jugoslawien), keine grö­ßeren k.u.k. Schiffe behalten. Die Alliierten teilten die Flotte unter sich, die Südslawen bekamen nur einige Torpedoboote und veraltete Hilfsschiffe. Um die Flotte neu aufbauen zu können, kaufte man zu Schulungszwecken sechs deutsche Minensucher. Für längere Ausbildungsreisen war aber eine größere Einheit notwendig, die Wahl fiel auf den alten deut­schen Kreuzer NIOBE. Es handelte sich um das zweite Schiff der GAZELLE-Klasse, am 30. August 1898 bei der A.G. Weser Werft in Bremen auf Stapel gelegt. Es lief am 18. Juli 1899 vom Stapel und wurde am 25. Juni 1900 fertiggestellt. Die Indienststellung erfolgte im April 1901. Bei der GAZEL­LE-Klasse war die Trennung zwischen dem Auslands- und dem Flottenkreuzer noch erkennbar: Bei der GAZELLE und NIOBE war das Unterwasserschiff mit Muntzmetall beschla­gen, um den Schiffsbodenbewuchs zu unterbinden. So konn­te man Dienst im Übersee verrichten, ohne zu oft in die Heimatgewässer zum Eindocken zurückkehren zu müssen. Den späteren Schiffen der Klasse fehlte diese Eigenschaft, sie waren als reine Flottenkreuzer erbaut.

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